II. „Widerstand“ in Europa !!

Wer glaubt an eine Revolution im übersättigten industriellen Europa?

Das Interessante an der Geschichte ist ja, dass alle Unzufriedenen darauf warten. Nur nichts selber tun. Das Schema wiederholt sich in Abständen immer wieder.

Wer selber was in die Hand nimmt, könnte ja in Gefahr geraten… –> wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Ich war in den letzten Monaten in Österreich, Frankreich und der Schweiz unterwegs. Das Großstadtmilieu ist in allen Regionen dasselbe. Fett, faul und filosophisch (Schreibweise Absicht) in Erinnerung an Garfield, wobei der letzte Punkt noch in Frage zu stellen ist.

Man möge meine Wortwahl entschuldigen, schon beim Betreten der bunten Städte fielen mir die abgestumpften Zombies auf, denen die Fleischreste zwischen ihren ungepflegten Zähnen hingen. Zum Teil stanken sie nach Alkohol aus allen Poren, ungewaschen und oft Bierbäuche wie im 9. Monat schwanger, die unter ihren zu kurz geratenen, vielleicht 20 Jahre alten T-Shirts, hervorquollen. Im Kontrast der bunten Welt standen dann die Hipsters, zwar nicht fett und etwas reinlicher, aber nicht weniger degeneriert auf der psychischen Ebene.

Wer keine äußere und innere Hygiene betreibt, interessiert sich auch nicht für politische Hygiene.

Unästhetisch und nahezu ekelerregend empfand ich diese Stadttypen auf West- und Mitteleuropas Straßen.

Revolutionen aus den Teilen dieser neuen Welt könnt Ihr Euch abschminken – ultimativ.

Eines kapierten die Eliten westlicher Industrienationen sehr wohl. Voller Bauch kämpft nicht. Gebt ihnen Brot und Spiele –> und das TV, wo sich die Mannsbilder bei Bier aus sabbernden Munkwinkeln und einer Tüte Chips nach Feierabend durch Fußball vollrieseln lassen. Sonst haben sie nichts mehr.

Man beklagt sich über fehlenden Sozialstaat? Das Problem liegt konträr, wie haben noch zuviel davon. Es dürfte kein Hartz4 mehr, keine Renten mehr, kein Krankengeld mehr geben, geschweige denn BU-Renten. Schafft den Wohlstand ab –> erst wenn die Bürger der Unterschichten nichts mehr zu fressen haben, und die Mittelschicht wegfällt, stehen sie auf. Vorher nicht. Wer kein Geld erhält, muss auch keine Steuern zahlen. Ich praktiziere das schon seit Jahren, bin kerngesund und brauche keine Ärzte.

Was war denn an der französischen Revolution so weltbewegend? Die Masse hing am Tropf, ohne Lebensmittel, ohne Holz für den Winter, stand sie dem feudal absolutistischem Ständestaat gegenüber. Sie hatte nichts mehr zu verlieren, außer ihr Leben. Deshalb stand sie auf.

Denselben Fehler begehen die modernen Geld-Eliten nicht mehr. Die Völker werden zwar arm, aber nicht hungerleidend gehalten. Frankreich ist seit den letzten Jahrzehnten wohlhabender als Deutschland, und außer einiger städtischer Randale unzufriedener Migrantengruppen ist da nichts mehr.

Immerhin ist es Monsieur Fiorile gelungen, so einige deutsche Dissidenten zum Narren zu halten, die tatsächlich glaubten, dass seine vorher angekündigte „Untergrundarmee“ die Regierung Hollande abzusetzen vermag.

Als Widersacherin dieses Scharlatans oder Spions kann ich ihm dennoch eine gewisse Bewunderung für seine Täuschungen nicht versagen.Zumindest waren die Franzosen klüger, und fanden sich nicht auf dem Place de la Concorde ein.

 

 

Hurra, die Europäer gehen endlich auf die Straße:

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